Kultur- und Bildungszentrum gescheitert – Sanierung als weniger als halbherzige Lösung
Der einhellig getragene Siegerentwurf ist vom Tisch. Zurück bleibt lediglich eine Sanierung ohne inhaltliche Neuausrichtung der Hugenottenhalle; die Bibliothek bleibt außen vor. Daher lehnen wir Freie Demokraten den nun beschlossenen Weg ab.
Es ist durchaus legitim, neben dem Siegerentwurf auch eine Sanierung zu prüfen. Den „Dritten Ort“ jedoch bereits jetzt aufzugeben, ohne dass für beide Lösungen eine Kosten- und Bauzeitschätzung sowie sämtliche Auswirkungen auf den städtischen Haushalt vorliegen, ist verfrüht.
Man darf auch nicht vergessen, dass bei einem umfassenden Umbau der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek mit einem neuen Raumkonzept eine andere Vermarktung und zusätzliche Erträge für die Stadt möglich wären, die zur Gegenfinanzierung beitragen könnten. Auch die Fördermöglichkeiten wurden bislang nicht geprüft.
Die Idee, durch die Verzahnung der Hugenottenhalle und der Bibliothek mit der VHS, der Musikschule und der Philharmonischen Gesellschaft eine Begegnungsstätte zu schaffen, ist in der letzten Stadtverordnetenversammlung krachend gescheitert. So verbleiben lediglich einzelne, voneinander getrennte Orte statt einer integrierenden, das Stadtbild belebenden Kultur- und Begegnungsstätte.
