Kommt Tempo 30 auf Hauptstraßen?

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Magistrat legt aktuellen Sachstand nicht offen

Die FDP-Fraktion zeigt sich verwundert darüber, dass die Untersuchungsergebnisse zur zukünftigen Geschwindigkeit auf Hauptstraßen in Neu-Isenburg in der letzten Bauausschuss-Sitzung nicht vorgelegt wurden, obwohl dies im Dezember explizit zugesagt worden war.

„Hier liegt die Vermutung nahe, dass flächendeckend Tempo 30 auf Hauptstraßen eingeführt werden soll, dem von CDU und Grünen dominierten Magistrat jedoch der Mut fehlt, dieses sicherlich kontrovers zu diskutierende Thema, den Bürgern vor der Kommunalwahl offenzulegen“, so der verkehrspolitische Sprecher Michael Seibt. Fraktionschef Thilo Seipel ergänzt: „Dass der Magistrat gegebenenfalls noch Nachfragen oder Diskussionsbedarf hinsichtlich der Beschlussempfehlungen hat, ist nachvollziehbar. Trotzdem hätte man das eigentliche Gutachten, welches offenbar bereits fertiggestellt ist, jetzt schon den Ausschussmitgliedern an die Hand geben können“.

In der Sache wollen die Liberalen unverändert am bisherigen Konzept festhalten. Michael Seibt hierzu: „Aus unserer Sicht hat es sich bewährt, alle Wohngebiete mit Tempo 30 zu versehen und den Verkehr auf den Hauptstraßen etwas schneller fahren zu lassen. Damit führen wir den Verkehr um die Wohnbereiche herum. Setzt man nun die Geschwindigkeit auf den Hauptstraßen herab, so dass deren Benutzung keinen Vorteil mehr bringt, dann wird es mehr Abkürzungs- und Schleichwegfahrten durch Wohngebiete geben“.

Aus Sicht der FDP ist den Neu-Isenburger Bürgern mehr genutzt, wenn die lange geforderte Verlegung der Autobahn-Umleitungsstrecke auf die Anschlussstelle Dreieich und die Nordumgehung Sprendlingen endlich realisiert würden. „Hierdurch sind viel größere Effekte zugunsten der Anwohner zu erreichen, als wenn wir unsere bewährten Regelungen in Frage stellen“, so die Liberalen abschließend.