Antrag der FDP Fraktion: Hinweisschild zu unserer Hugenotten- und Waldenserstadt
Antrag: Der Magistrat wird beauftragt, gemeinsam mit den zuständigen Behörden die Voraussetzungen für die Errichtung einer touristischen Unterrichtungstafel (braunes Hinweisschild) an der Bundesautobahn A3 zu prüfen und die erforderlichen Schritte zur Beantragung einzuleiten.
Die Hinweistafel soll auf die Hugenotten- und Waldenserstadt Neu-Isenburg als bedeutenden historischen und kulturellen Standort aufmerksam machen. Dabei soll insbesondere die einzigartige Gründungsgeschichte Neu-Isenburgs als Zufluchtsort für Hugenotten und Waldenser sowie die bis heute sichtbare Prägung des Stadtbildes und des kulturellen Erbes hervorgehoben werden.
Begründung: Neu-Isenburg verfügt über eine in Hessen und Deutschland herausragende Stadtgeschichte. Die Gründung durch französische Glaubensflüchtlinge im Jahr 1699 macht die Stadt zu einem bedeutenden Zeugnis europäischer Religions-, Kultur- und Migrationsgeschichte. Die Hugenotten- und Waldensertradition prägt Neu-Isenburg bis heute und ist ein wesentlicher Bestandteil der städtischen Identität.
Mit der Verleihung des Prädikats „Tourismusort“ wurde die touristische Bedeutung Neu-Isenburgs jüngst auch offiziell anerkannt. Die Stadt verfügt damit über ein eigenständiges touristisches Profil und überregional relevante kulturhistorische Alleinstellungsmerkmale.
Bereits heute weist eine touristische Unterrichtungstafel an der A5 auf das Zeppelin-Museum im Stadtteil Zeppelinheim hin. Die FDP begrüßt diesen Erfolg ausdrücklich. Gleichwohl wird die Kernstadt mit ihrer einzigartigen Hugenotten- und Waldensergeschichte bislang nicht durch eine entsprechende touristische Beschilderung an den überregionalen Verkehrsachsen sichtbar gemacht.
Die Bundesautobahn A3 zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands und wird täglich von zehntausenden Reisenden genutzt. Eine touristische Hinweistafel bietet die Möglichkeit, auf die historische Bedeutung Neu-Isenburgs aufmerksam zu machen, zusätzliche Besucherinnen und Besucher für die Stadt zu gewinnen und die Bekanntheit der örtlichen Kultur- und Freizeitangebote zu steigern.
Wir sehen hierin eine vergleichsweise kostengünstige Maßnahme zur Stärkung des Tourismus, der lokalen Wirtschaft und des positiven Images unserer Stadt. Gerade vor dem Hintergrund der offiziellen Anerkennung als Tourismusort ist es folgerichtig, die historische Besonderheit Neu-Isenburgs künftig auch auf der A3 sichtbar zu machen.
